ImmoZahl

05 — Steuer

Abschreibung berechnen

Welcher Satz für Ihr Gebäude gilt, hängt vom Fertigstellungsjahr ab. Dazu kommen die degressive Abschreibung für Neubauten, die Sonderabschreibung für Mietwohnungen und die erhöhten Sätze bei Baudenkmalen. Der Rechner ermittelt, was in Ihrem Fall zutrifft, und zeigt die Wirkung Jahr für Jahr.

Anschaffungskosten

Genau berechnen

%

Nicht abschreibbar. Das Bundesfinanzministerium stellt eine kostenlose Arbeitshilfe zur Aufteilung bereit.

Gebäude und Zeitpunkt

Im ersten Jahr wird nur zeitanteilig abgeschrieben, für jeden vollen Monat vor der Anschaffung entfällt ein Zwölftel (§ 7 Abs. 1 Satz 4 EStG).

Verfahren

Zusätzliche Abschreibungen

Acht Jahre 9 %, danach vier Jahre 7 % (§ 7i EStG). Erfordert eine Bescheinigung der Denkmalbehörde.

Steuerwirkung

%

Abschreibung im ersten vollen Jahr

Bemessungsgrundlage
Gebäudeanteil
Satz
Erstes Jahr
Steuerersparnis Jahr 1

Abschreibung im Zeitverlauf

Sonder- und Denkmalabschreibung laufen nach wenigen Jahren aus. Danach fällt der jährliche Betrag spürbar ab.

Die ersten fünfzehn Jahre

JahrLineare AfAZusätzlichGesamtSteuerersparnis
Summe
Welche Sätze das Gesetz vorsieht
  • 3 Prozent bei Fertigstellung nach dem 31.12.2022 — § 7 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 a
  • 2 Prozent bei Fertigstellung zwischen 1925 und 2022 — Nr. 2 b
  • 2,5 Prozent bei Fertigstellung vor dem 01.01.1925 — Nr. 2 c
  • 5 Prozent vom Restwert degressiv für Wohngebäude, deren Bau nach dem 30.09.2023 und vor dem 01.10.2029 begonnen hat — § 7 Abs. 5a
  • Kürzere Nutzungsdauer bei Nachweis unter 33, 50 oder 40 Jahren — § 7 Abs. 4 Satz 2
  • Zusätzlich 5 Prozent in vier Jahren für neue Mietwohnungen — § 7b
  • 9 und 7 Prozent für Sanierungskosten an Baudenkmalen — § 7i

Nach Ablauf der Sonderabschreibung wird der Restwert auf die verbleibende Nutzungsdauer verteilt (§ 7a Abs. 9 EStG). Der Rechner bildet das ab.

Worauf es bei der Abschreibung ankommt

Die Kaufpreisaufteilung ist der Hebel mit der größten Wirkung. Abgeschrieben wird nur das Gebäude; der Grund und Boden nutzt sich nicht ab. Jeder Prozentpunkt, den Sie dem Gebäude zuordnen, erhöht die jährliche Abschreibung. Eine im Kaufvertrag vereinbarte Aufteilung erkennt das Finanzamt an, solange sie wirtschaftlich nicht offensichtlich unzutreffend ist — in Lagen mit hohen Bodenrichtwerten wird sie allerdings genau geprüft. Das Bundesfinanzministerium stellt dafür eine kostenlose Arbeitshilfe bereit, die auch die Finanzämter verwenden.

Die Kaufnebenkosten gehören zu den Anschaffungskosten und werden im selben Verhältnis aufgeteilt. Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Maklerprovision erhöhen also die Abschreibung, aber nur mit ihrem Gebäudeanteil.

Die degressive Abschreibung nach § 7 Abs. 5a EStG bringt in den ersten Jahren deutlich mehr, weil sie immer 5 Prozent vom sinkenden Restwert ansetzt statt vom festen Anschaffungswert. Sie gilt nur für Wohngebäude, deren Herstellung nach dem 30. September 2023 und vor dem 1. Oktober 2029 begonnen hat, oder für Anschaffungen bis zum Ende des Fertigstellungsjahres auf Basis eines Vertrags aus diesem Zeitraum. Ein späterer Wechsel zur linearen Abschreibung ist zulässig und lohnt sich, sobald der lineare Betrag höher wäre.

Die kürzere Nutzungsdauer ist bei älteren Objekten oft der größere Hebel als die Wahl des Verfahrens. Wer für eine Wohnung von 1965 eine Restnutzungsdauer von 30 Jahren nachweist, schreibt mit 3,33 statt 2 Prozent ab. Der Nachweis erfordert in der Regel ein Gutachten nach anerkannter Methodik; die bloße Behauptung genügt nicht.

Keine Steuerberatung. Dieser Rechner bildet die gesetzlichen Sätze ab und rechnet mit Ihren Angaben. Ob die Voraussetzungen in Ihrem Fall vorliegen — insbesondere bei § 7b, § 7i und der kürzeren Nutzungsdauer — beurteilt Ihr Finanzamt oder Ihre Steuerberatung.

Weiterrechnen

Was als Nächstes ansteht — und warum.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die AfA für vermietete Immobilien?

Bei Fertigstellung nach dem 31.12.2022 sind es 3 Prozent im Jahr, bei Fertigstellung zwischen 1925 und 2022 zwei Prozent und bei Gebäuden vor 1925 zweieinhalb Prozent. Abgeschrieben wird nur der Gebäudeanteil; der Grund und Boden nutzt sich nicht ab.

Was ist die degressive AfA und wer kann sie nutzen?

Seit dem Wachstumschancengesetz können Wohngebäude mit 5 Prozent vom jeweiligen Restwert degressiv abgeschrieben werden. Voraussetzung ist, dass mit der Herstellung nach dem 30.09.2023 und vor dem 01.10.2029 begonnen wurde oder die Anschaffung bis zum Ende des Fertigstellungsjahres auf Grundlage eines Vertrags aus diesem Zeitraum erfolgte. Ein späterer Wechsel zur linearen Abschreibung ist erlaubt.

Wie teile ich den Kaufpreis auf Gebäude und Grundstück auf?

Eine im Kaufvertrag vereinbarte Aufteilung erkennt das Finanzamt an, solange sie wirtschaftlich nicht offensichtlich unzutreffend ist. Zur Orientierung stellt das Bundesfinanzministerium eine kostenlose Arbeitshilfe bereit, die auch die Finanzämter verwenden. In Lagen mit hohen Bodenrichtwerten wird die Aufteilung genau geprüft.

Kann ich eine kürzere Nutzungsdauer ansetzen?

Ja, wenn Sie eine kürzere tatsächliche Nutzungsdauer nachweisen — unter 33 Jahren bei Neubauten, unter 50 Jahren bei Baujahren zwischen 1925 und 2022, unter 40 Jahren bei älteren Gebäuden. Der Nachweis erfordert in der Regel ein Gutachten nach anerkannter Methodik. Bei einem Altbau ist das oft der größere Hebel als die Wahl des Verfahrens.