Vergleich
Die Länder nebeneinander
Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Bundesland liegt beim Mietniveau fast das Doppelte, beim Leerstand mehr als das Dreifache und bei der Grunderwerbsteuer beinahe ein Faktor zwei. Wer bundesweit sucht, findet hier die Ausgangslage.
Mietniveau
Ungewichteter Mittelwert über die Gemeinden des Landes. Stadtstaaten bestehen aus einer Gemeinde und stehen deshalb für sich.
Leerstand
Unter drei Prozent gilt ein Markt als angespannt, über acht Prozent als überversorgt.
Eigentümerquote
Anteil der von Eigentümern selbst bewohnten Wohnungen. Wo sie niedrig ist, gibt es viele Mietwohnungen — und viele Kapitalanleger auf der Käuferseite.
Grunderwerbsteuer
Der einzige Wert in dieser Reihe, den die Politik unmittelbar festlegt — und der beim Kauf sofort zu zahlen ist.
Was die Zahlen nebeneinander zeigen
Die vier Kennzahlen hängen zusammen, aber nicht so, wie man vermuten würde. Ein hohes Mietniveau geht regelmäßig mit niedrigem Leerstand einher — beides folgt aus derselben Ursache, einer starken Nachfrage. Die Grunderwerbsteuer dagegen ist unabhängig davon: Sie ist eine politische Entscheidung des Landes und trifft teure wie günstige Regionen gleichermaßen.
Ein Landesmittelwert verdeckt große Unterschiede. In jedem Flächenland gibt es Gemeinden, die über dem Durchschnitt teurer Stadtstaaten liegen, und andere, die weit darunter bleiben. Für die Beurteilung eines Objekts ist deshalb die Standortanalyse der Gemeinde aussagekräftiger als jeder Ländervergleich.
Mietwerte, Leerstand, Eigentümerquote und Wohnungsgröße stammen aus dem Zensus 2022, Stichtag 15. Mai 2022. Die Grunderwerbsteuersätze sind tagesaktuell; jede Änderung steht mit Datum in der Ländertabelle. Alle Fundstellen auf der Quellenseite.