23 — Bewertung
Ertragswert berechnen
Für vermietete Objekte ist der Ertragswert das Verfahren, mit dem Gutachter, Banken und Finanzämter rechnen. Er fragt nicht, was das Haus gekostet hat, sondern was es dauerhaft einbringt.
Vorläufiger Ertragswert
—- Bodenwert
- —
- Gebäudeertragswert
- —
- Reinertrag
- —
- Barwertfaktor
- —
Rechenweg nach § 28 ImmoWertV
Was das für Sie heißt
Wie stark der Liegenschaftszins wirkt
Ein Prozentpunkt mehr oder weniger verschiebt den Wert um Zehntausende. Deshalb ist der Wert des Gutachterausschusses nicht verhandelbar.
Übliche Spannen des Liegenschaftszinses
Grobe Orientierung. Maßgeblich ist allein der örtliche Wert.
Weiterrechnen
Was als Nächstes ansteht — und warum.
Häufige Fragen
Wann wird das Ertragswertverfahren angewendet?
Bei Objekten, bei denen die Ertragserzielung im Vordergrund steht: Mietwohnhäuser, vermietete Eigentumswohnungen, gemischt genutzte Gebäude. Für selbst genutzte Einfamilienhäuser ist das Vergleichswert- oder Sachwertverfahren üblich.
Woher bekomme ich den Liegenschaftszinssatz?
Vom Gutachterausschuss der Gemeinde oder des Kreises. Er leitet ihn nach § 33 ImmoWertV aus tatsächlichen Kaufpreisen ab und veröffentlicht ihn im Grundstücksmarktbericht. Die Berichte sind vielerorts kostenlos abrufbar. Ein selbst gewählter Satz verschiebt den Ertragswert um Zehntausende — er wirkt doppelt, auf die Bodenwertverzinsung und auf den Barwertfaktor.
Ist der Ertragswert dasselbe wie der Verkehrswert?
Nicht ganz. Das Verfahren liefert den vorläufigen Ertragswert. Nach § 8 ImmoWertV sind danach noch besondere objektspezifische Grundstücksmerkmale zu berücksichtigen — Bauschäden, Baulasten, Denkmalschutz, Instandhaltungsstau, wohnungsrechtliche Bindungen. Erst danach steht der Verkehrswert.