ImmoZahl

02 — Liquidität

Cashflow berechnen

Die entscheidende Frage im Alltag ist nicht die Rendite, sondern ob am Monatsende Geld übrig bleibt oder fehlt. Dieser Rechner zieht Rate, laufende Kosten und Steuer von der Miete ab — und zeigt, wie sich das über zehn Jahre verschiebt, wenn der Zinsanteil sinkt.

Kauf und Finanzierung

%

%
%

Einnahmen und laufende Kosten

%

Steuer

%

Inklusive Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

%

Passenden Satz ermitteln

%

Nur der Gebäudeanteil wird abgeschrieben.

Cashflow nach Steuer, Monat

Darlehen
Rate im Monat
Vor Steuer
Steuerwirkung
im Monat

Von der Miete zum Cashflow

Erstes Jahr, alle Posten im Verhältnis. Grün geht zu, rot geht ab.

Erstes Jahr im Detail

Warum Tilgung kein Aufwand ist

Die Darlehensrate besteht aus Zins und Tilgung. Nur der Zins ist eine Werbungskostenposition und mindert die Steuer. Die Tilgung verringert Ihre Schulden und ist damit Vermögensaufbau, kein Aufwand — sie belastet den Kontostand, nicht die Steuererklärung.

Umgekehrt mindert die Abschreibung die Steuer, kostet aber kein Geld. Deshalb liegt der Cashflow nach Steuer bei vielen Objekten über dem Cashflow davor.

Steuerliches Ergebnis = Miete − Zinsen − Abschreibung − laufende Kosten Cashflow = Miete − Rate − laufende Kosten − Steuer

Die ersten zehn Jahre

Miete und Kosten bleiben hier unverändert. Der Cashflow steigt trotzdem, weil der Zinsanteil der Rate sinkt.

JahrZinsTilgungRestschuldCashflow im Monat

Wie Sie den Cashflow lesen sollten

Ein negativer Cashflow ist kein Ausschlusskriterium. Er bedeutet, dass Sie monatlich Geld zuschießen — häufig bei hoher Tilgung und in gefragten Lagen mit niedriger Mietrendite. Der Zuschuss fließt dabei zu einem großen Teil in die Tilgung, also in Ihr eigenes Vermögen. Kritisch wird es erst, wenn der Zuschuss nicht dauerhaft aus dem laufenden Einkommen gedeckt werden kann oder wenn schon eine kleine Mietminderung das Objekt kippt.

Der Steuereffekt wirkt in beide Richtungen. Solange Zinsen und Abschreibung zusammen über der Miete liegen, entsteht ein steuerlicher Verlust, der andere Einkünfte mindert — das Finanzamt trägt dann einen Teil der Belastung. Mit sinkender Restschuld dreht sich das um: Der Zinsabzug fällt weg, der Überschuss wird steuerpflichtig, und der Cashflow nach Steuer wächst langsamer als der davor.

Diese Rechnung unterstellt konstante Werte. Mieten steigen in der Praxis, Instandhaltungskosten ebenso, und nach Ablauf der Zinsbindung steht eine Anschlussfinanzierung an, deren Zins heute niemand kennt. Rechnen Sie deshalb einen Fall mit zwei Prozentpunkten höherem Zins durch, bevor Sie sich festlegen.

Weiterrechnen

Was als Nächstes ansteht — und warum.

Häufige Fragen

Was ist ein guter Cashflow bei einer Immobilie?

Ein positiver Cashflow bedeutet, dass die Immobilie sich selbst trägt. Ein negativer ist kein Ausschlusskriterium: Der Zuschuss fließt zu einem großen Teil in die Tilgung und damit in Ihr Vermögen. Kritisch wird es, wenn er nicht dauerhaft aus dem Einkommen gedeckt werden kann.

Warum ist die Tilgung kein Aufwand?

Weil sie Ihre Schulden verringert und damit Vermögen aufbaut. Steuerlich abziehbar ist nur der Zinsanteil der Rate. Umgekehrt mindert die Abschreibung die Steuer, kostet aber kein Geld — deshalb liegt der Cashflow nach Steuer oft über dem davor.

Welche Kosten muss ich beim Cashflow einrechnen?

Die Darlehensrate, die nicht umlagefähigen Kosten — Verwaltung, Instandhaltung, Mietausfallwagnis — und die Steuer auf den Überschuss. Umlagefähige Betriebskosten bleiben außen vor, weil sie durchlaufen.