ImmoZahl

02 — Liquidität

Cashflow berechnen

Die entscheidende Frage im Alltag ist nicht die Rendite, sondern ob am Monatsende Geld übrig bleibt oder fehlt. Dieser Rechner zieht Rate, laufende Kosten und Steuer von der Miete ab — und zeigt, wie sich das über zehn Jahre verschiebt, wenn der Zinsanteil sinkt.

Kauf und Finanzierung

€

Der im Kaufvertrag vereinbarte Preis, ohne Kaufnebenkosten — die kommen im nächsten Feld dazu.

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Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Maklerprovision, als Anteil am Kaufpreis. Je nach Bundesland und Maklereinsatz zusammen 6 bis 15 Prozent. Banken finanzieren sie meist nicht mit.

€

m²

Gemessen nach Wohnflächenverordnung: Balkone und Terrassen zählen meist zu einem Viertel, Räume unter einem Meter Höhe gar nicht. Die Angabe im Exposé weicht davon oft ab.

%

Der reine Zinssatz des Darlehens, nicht der Effektivzins. Er steht im Finanzierungsangebot der Bank.

%

Wie viel Prozent der Darlehenssumme Sie im ersten Jahr zurückzahlen. Üblich sind 2 bis 3 Prozent. Je höher, desto schneller sind Sie schuldenfrei — und desto höher die monatliche Rate.

Genauer rechnen Einnahmen und laufende Kosten · Steuer — bereits vorbelegt

Einnahmen und laufende Kosten

€

Die Nettokaltmiete aus dem Mietvertrag — ohne Betriebskosten und ohne Heizung.

€

Was die Hausverwaltung für diese Einheit kostet. Bei Eigentumswohnungen meist 20 bis 35 Euro im Monat. Dieser Teil ist nicht auf die Mietpartei umlegbar.

€

Rücklage für Reparaturen am Gebäude. Als Faustzahl 10 bis 20 Euro je Quadratmeter und Jahr, bei älteren Häusern eher mehr. Nicht auf die Mietpartei umlegbar.

%

Ein Abschlag für Leerstand und ausbleibende Zahlungen. In der Wertermittlung sind 2 bis 4 Prozent der Jahresmiete üblich.

Steuer

%

Inklusive Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

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Passenden Satz ermitteln

%

Nur der Gebäudeanteil wird abgeschrieben.

Cashflow nach Steuer, Monat

—

Darlehen
—
Rate im Monat
—
Vor Steuer
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Steuerwirkung
—im Monat

Von der Miete zum Cashflow

Erstes Jahr, alle Posten im Verhältnis. Grün geht zu, rot geht ab.

Erstes Jahr im Detail

Warum Tilgung kein Aufwand ist

Die Darlehensrate besteht aus Zins und Tilgung. Nur der Zins ist eine Werbungskostenposition und mindert die Steuer. Die Tilgung verringert Ihre Schulden und ist damit Vermögensaufbau, kein Aufwand — sie belastet den Kontostand, nicht die Steuererklärung.

Umgekehrt mindert die Abschreibung die Steuer, kostet aber kein Geld. Deshalb liegt der Cashflow nach Steuer bei vielen Objekten über dem Cashflow davor.

Steuerliches Ergebnis = Miete − Zinsen − Abschreibung − laufende Kosten Cashflow = Miete − Rate − laufende Kosten − Steuer

Die ersten zehn Jahre

Miete und Kosten bleiben hier unverändert. Der Cashflow steigt trotzdem, weil der Zinsanteil der Rate sinkt.

JahrZinsTilgungRestschuldCashflow im Monat

Wie Ihre Miete am Ort dasteht

Optional: Wählen Sie die Gemeinde, dann steht die eingetragene Miete neben dem örtlichen Niveau aus dem Zensus. Eine zu hoch angesetzte Miete hebt jede Kennzahl dieser Seite gleichmäßig an — deshalb lohnt der Abgleich, bevor Sie mit dem Ergebnis weiterrechnen.

Wie Sie den Cashflow lesen sollten

Ein negativer Cashflow ist kein Ausschlusskriterium. Er bedeutet, dass Sie monatlich Geld zuschießen — häufig bei hoher Tilgung und in gefragten Lagen mit niedriger Mietrendite. Der Zuschuss fließt dabei zu einem großen Teil in die Tilgung, also in Ihr eigenes Vermögen. Kritisch wird es erst, wenn der Zuschuss nicht dauerhaft aus dem laufenden Einkommen gedeckt werden kann oder wenn schon eine kleine Mietminderung das Objekt kippt.

Der Steuereffekt wirkt in beide Richtungen. Solange Zinsen und Abschreibung zusammen über der Miete liegen, entsteht ein steuerlicher Verlust, der andere Einkünfte mindert — das Finanzamt trägt dann einen Teil der Belastung. Mit sinkender Restschuld dreht sich das um: Der Zinsabzug fällt weg, der Überschuss wird steuerpflichtig, und der Cashflow nach Steuer wächst langsamer als der davor.

Diese Rechnung unterstellt konstante Werte. Mieten steigen in der Praxis, Instandhaltungskosten ebenso, und nach Ablauf der Zinsbindung steht eine Anschlussfinanzierung an, deren Zins heute niemand kennt. Rechnen Sie deshalb einen Fall mit zwei Prozentpunkten höherem Zins durch, bevor Sie sich festlegen.

Worauf Sie achten sollten

  • Die Tilgung ist keine Kosten, aber sie muss da sein Im Cashflow taucht sie als Abfluss auf, im Vermögen als Zuwachs. Ein negativer Cashflow bei hoher Tilgung ist deshalb etwas anderes als einer bei hohen Zinsen — nur der zweite ist verlorenes Geld. Beides muss trotzdem jeden Monat auf dem Konto sein.
  • Rechnen Sie mit dem Anschlusszins, nicht mit dem heutigen Nach zehn Jahren Zinsbindung und zwei Prozent Anfangstilgung stehen noch rund drei Viertel der Schuld offen. Ein Cashflow, der nur bei heutigem Zins trägt, ist kein Ergebnis, sondern eine Momentaufnahme.
  • Der Steuervorteil ist ein Ergebnis, keine Größe zum Einsetzen Er entsteht aus Zinsen, Abschreibung und laufenden Kosten und schwankt mit ihnen. Wer ihn als feste Zahl einplant, plant mit einem Betrag, der im ersten Jahr am größten ist und danach jedes Jahr kleiner wird — die Zinsen sinken, die Abschreibung bleibt.

Diese Hinweise gelten allgemein und kennen Ihren Fall nicht. Sie ersetzen keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung; ob und wie sie auf Ihren Vertrag, Ihr Objekt und Ihre steuerliche Lage zutreffen, klären Sie mit der jeweiligen Fachperson.

Häufige Fragen

Was ist ein guter Cashflow bei einer Immobilie?

Ein positiver Cashflow bedeutet, dass die Immobilie sich selbst trägt. Ein negativer ist kein Ausschlusskriterium: Der Zuschuss fließt zu einem großen Teil in die Tilgung und damit in Ihr Vermögen. Kritisch wird es, wenn er nicht dauerhaft aus dem Einkommen gedeckt werden kann.

Warum ist die Tilgung kein Aufwand?

Weil sie Ihre Schulden verringert und damit Vermögen aufbaut. Steuerlich abziehbar ist nur der Zinsanteil der Rate. Umgekehrt mindert die Abschreibung die Steuer, kostet aber kein Geld — deshalb liegt der Cashflow nach Steuer oft über dem davor.

Welche Kosten muss ich beim Cashflow einrechnen?

Die Darlehensrate, die nicht umlagefähigen Kosten — Verwaltung, Instandhaltung, Mietausfallwagnis — und die Steuer auf den Überschuss. Umlagefähige Betriebskosten bleiben außen vor, weil sie durchlaufen.