ImmoZahl

24 — Übertragung

Erbschaft- und Schenkungsteuer

Wie viel Steuer auf eine Immobilie anfällt, hängt fast nur an einem: am Verwandtschaftsverhältnis. Zwischen Kind und Lebensgefährtin liegen bei derselben Wohnung schnell sechsstellige Beträge.

Wer erwirbt

Was übergeht

Der vom Finanzamt festgestellte Grundbesitzwert, nicht der Kaufpreis von damals.

Geld, Depot, Hausrat abzüglich Nachlassverbindlichkeiten.

Begünstigungen

Nur für die 200-m²-Grenze beim Familienheim.

Werden nach § 14 ErbStG zusammengerechnet.

Erbschaft- oder Schenkungsteuer

Freibetrag
Steuerpflichtiger Erwerb
Steuersatz
Bleibt nach Steuer

Rechenweg

Was ein anderes Verwandtschaftsverhältnis kostet

Derselbe Erwerb, nur eine andere Person auf der Empfängerseite.

Die Verschonungen im Überblick

    Weiterrechnen

    Was als Nächstes ansteht — und warum.

    Häufige Fragen

    Wie hoch ist der Freibetrag bei einer geerbten Immobilie?

    Er richtet sich nach dem Verwandtschaftsverhältnis, nicht nach der Immobilie: 500.000 Euro für Ehegatten und Lebenspartner, 400.000 Euro für Kinder, 200.000 Euro für Enkel, 100.000 Euro für Eltern beim Erbfall und 20.000 Euro für alle übrigen — auch für nichteheliche Lebensgefährten (§ 16 ErbStG).

    Bleibt das Elternhaus steuerfrei?

    Wenn der Erwerber unverzüglich einzieht und die Wohnung zehn Jahre lang selbst bewohnt, ja (§ 13 Abs. 1 Nr. 4b und 4c ErbStG). Bei Kindern ist die Befreiung auf 200 Quadratmeter Wohnfläche begrenzt; der darüber liegende Teil ist steuerpflichtig. Auszug, Vermietung oder Verkauf innerhalb der zehn Jahre lassen die Steuer rückwirkend entstehen.

    Wie oft kann ich den Freibetrag nutzen?

    Alle zehn Jahre. § 14 ErbStG rechnet Erwerbe derselben Personen innerhalb von zehn Jahren zusammen. Wer frühzeitig Miteigentumsanteile überträgt und die Frist verstreichen lässt, kann denselben Freibetrag mehrfach ausschöpfen — das ist der wirksamste Hebel überhaupt und braucht nur Zeit.