ImmoZahl

40 — Verkauf

Makler oder privat

Die Provision ist der sichtbare Posten, der Preisunterschied der unsichtbare. Der Rechner dreht die Frage um: Um wie viel höher müsste der Verkaufspreis mit Makler liegen, damit er sich rechnet?

Der Verkauf

€

Was das Objekt am Markt bringen würde — vor Maklerprovision, Notar und einer möglichen Vorfälligkeitsentschädigung. Anhaltspunkte liefern Vergleichsangebote in derselben Lage; der Wunschpreis aus einem Exposé ist keiner.

%

Inklusive Umsatzsteuer. Nach § 656c BGB muss Ihr Anteil dem der Käuferseite entsprechen.

%

Der strittige Punkt. Setzen Sie null, wenn Sie ihm keinen zutrauen.

Genauer rechnen Wenn Sie selbst verkaufen · Was das Warten kostet — bereits vorbelegt

Wenn Sie selbst verkaufen

Stunden

Exposé, Fotos, Anfragen, Besichtigungen, Unterlagen, Notartermin.

€

Womit Sie Ihre eigene Zeit bewerten. Ein Privatverkauf kostet keine Provision, aber leicht 40 bis 80 Stunden für Besichtigungen, Anfragen und Unterlagen.

€

Inserate, Fotos, Energieausweis, Grundbuchauszug.

Monate

Was ein Makler an Zeit spart.

Was das Warten kostet

€

Zins, Hausgeld, Grundsteuer, Versicherung während der Vermarktung.

€

Nur falls die Wohnung für den Verkauf leer steht.

Vorteil des besseren Weges

—

Mit Makler
—
Privat
—
Nötiger Mehrpreis
—
Provision in Euro
—

Beide Wege gegenübergestellt

Ab welchem Mehrpreis sich der Makler trägt

Erlös nach allen Kosten, abhängig davon, wie viel mehr der Makler herausholt.

Was ein Makler tatsächlich leistet

    Worauf Sie achten sollten

    • Der Preisunterschied entscheidet, nicht die Provision Die Frage ist nicht, was der Makler kostet, sondern ob er mehr erzielt als seine Vergütung ausmacht. Ein Prozent Preisunterschied wiegt bei den heutigen Provisionen schwer.
    • Privatverkauf kostet Zeit und Nerven Besichtigungen, Anfragen, Bonitätsprüfung, Notartermin. Wer das nicht einpreist, vergleicht wieder bezahlte mit unbezahlter Arbeit.
    • Die Provisionsteilung gilt beim Verbraucherkauf Bei Wohnungen und Einfamilienhäusern darf die kaufende Verbraucherseite höchstens die Hälfte tragen. Das verändert, was sich überhaupt vereinbaren lässt.

    Diese Hinweise gelten allgemein und kennen Ihren Fall nicht. Sie ersetzen keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung; ob und wie sie auf Ihren Vertrag, Ihr Objekt und Ihre steuerliche Lage zutreffen, klären Sie mit der jeweiligen Fachperson.

    Häufige Fragen

    Wer zahlt die Maklerprovision beim Verkauf?

    Beim Verkauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses an Verbraucher gilt seit Dezember 2020 die Halbteilung: Wer den Makler beauftragt, zahlt mindestens die Hälfte, und die andere Seite darf nicht mehr tragen (§§ 656c, 656d BGB). Abweichende Vereinbarungen sind unwirksam.

    Lohnt sich ein Makler?

    Er lohnt sich, wenn er mehr herausholt, als seine Provision kostet. Bei rund 3,57 Prozent Ihres Anteils muss er also gut dreieinhalb Prozent über Ihrem eigenen Preis verkaufen — plus dem, was Ihnen Zeit und längere Vermarktung wert sind.