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Rangliste

Mietpreise in Deutschland

Alle 10 635 Gemeinden in einer Tabelle: Nettokaltmiete je Quadratmeter, Leerstand, Eigentümerquote und durchschnittliche Wohnungsgröße. Nach jeder Spalte sortierbar und durchsuchbar — und mit der Angabe, woher jede Zahl stammt. Zu den 195 Städten ab 50 000 Einwohnern gibt es je eine eigene Seite mit Mietspanne, Leerstand, Nachbarstädten und der Einordnung ins Bundesland.

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Wie diese Zahlen zu lesen sind

Die Nettokaltmiete ist der Durchschnitt aller Mietwohnungen einer Gemeinde, ohne Betriebskosten und ohne Heizung. Sie sagt nichts über eine einzelne Wohnung: Baujahr, Ausstattung und Lage innerhalb des Ortes gehen darin unter. Für die Einordnung eines Standorts ist sie brauchbar, für eine Mieterhöhung nicht — dafür braucht es den Mietspiegel der Gemeinde.

Der Leerstand ist die aussagekräftigste Zahl dieser Tabelle. Unter drei Prozent gilt ein Markt als angespannt, über acht Prozent als überversorgt. Hohe rechnerische Renditen in Gemeinden mit hohem Leerstand sind meist keine Gelegenheit, sondern ein eingepreistes Risiko.

Die Eigentümerquote ist der Anteil der von Eigentümern selbst bewohnten Wohnungen. Eine niedrige Quote bedeutet viel Nachfrage nach Mietwohnungen — und beim Wiederverkauf eine Käuferseite, die überwiegend aus Kapitalanlegern besteht und entsprechend auf die Rendite schaut.

Alle Angaben stammen aus der Gebäude- und Wohnungszählung des Zensus 2022 mit Stichtag 15. Mai 2022. Die Mietwerte sind mit dem Verbraucherpreisindex für Nettokaltmieten auf heute fortgeschrieben — die Rechnung steht oben unter der Liste; Leerstand, Eigentümerquote und Wohnungsgröße stehen unverändert auf dem Stand von 2022. Es ist die einzige Erhebung, die alle Gemeinden erfasst; die nächste folgt 2031. Die Rangfolge ist deshalb belastbarer als der absolute Betrag. Näheres auf der Quellenseite.

Häufige Fragen

Welche deutsche Stadt hat die höchsten Mieten?

Unter den 195 Städten ab 50 000 Einwohnern liegt München mit 14,03 € je Quadratmeter vorn, am günstigsten ist Plauen mit 5,04 €. Das ist der Durchschnitt aller Mietwohnungen der Gemeinde, ohne Betriebskosten und ohne Heizung — über eine einzelne Wohnung sagt er nichts.

Was kostet die Miete im Bundesdurchschnitt?

7,90 € je Quadratmeter Nettokaltmiete, gewichtet nach der Zahl der Mietwohnungen über alle 10 635 Gemeinden. Die Verteilung ist dabei schief: Wenige teure Städte ziehen den Durchschnitt nach oben, während die Masse der Gemeinden deutlich darunter liegt.

Ist diese Tabelle ein Mietspiegel?

Nein, und sie ersetzt auch keinen. Der Zensus misst Bestandsmieten zu einem Stichtag; ein Mietspiegel bildet die ortsübliche Vergleichsmiete nach § 558 Abs. 2 BGB ab und berücksichtigt Baujahr, Ausstattung, Größe und Lage. Für die Einordnung eines Standorts ist diese Tabelle brauchbar, für ein Mieterhöhungsverlangen nicht — dafür braucht es den Mietspiegel der Gemeinde.

Warum ist eine hohe Rendite bei hohem Leerstand kein gutes Zeichen?

Weil das Risiko im Preis steckt. Unter drei Prozent Leerstand gilt ein Markt als angespannt, über acht Prozent als überversorgt. Ein niedriger Kaufpreis in einer Gemeinde mit hohem Leerstand ergibt rechnerisch eine hohe Rendite und praktisch Monate ohne Mietpartei — und beim Wiederverkauf dieselbe Ausgangslage.