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Vergleich

Grunderwerbsteuer im Ländervergleich

Zwischen Bayern und Nordrhein-Westfalen liegen drei Prozentpunkte — bei einem Kaufpreis von 400 000 Euro sind das 12 000 Euro Unterschied für dasselbe Geschäft. Maßgeblich ist allein, wo das Grundstück liegt, nicht wo Sie wohnen.

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Die Tabelle rechnet den Betrag für jedes Land durch.

Die Sätze im Bild

Steuer auf den eingegebenen Kaufpreis, absteigend. Ihr Land ist hervorgehoben.

Wer den Satz festlegt

Die Grunderwerbsteuer steht dem Land zu, in dem das Grundstück liegt. Der Regelsatz des § 11 GrEStG beträgt 3,5 Prozent; seit der Föderalismusreform 2006 dürfen die Länder nach Art. 105 Abs. 2a Satz 2 des Grundgesetzes davon abweichen. Nur Bayern hat den Regelsatz nie erhöht.

Was sich sparen lässt — und was nicht

Der Satz selbst ist nicht verhandelbar. Die Bemessungsgrundlage schon: Mitgekauftes bewegliches Zubehör — Einbauküche, Markise, Sauna, Gartenhaus — gehört nicht dazu, wenn es im Kaufvertrag gesondert und werthaltig ausgewiesen ist. Bei einer Eigentumswohnung mindert außerdem der übernommene Anteil an der Erhaltungsrücklage die Bemessungsgrundlage nicht automatisch; das ist umstritten und hängt am Einzelfall.

Steuerfrei bleiben Erwerbe unter 2 500 Euro (§ 3 Nr. 1 GrEStG) sowie Übertragungen zwischen Ehegatten und in gerader Linie — also Eltern auf Kinder (§ 3 Nr. 4 und 6 GrEStG). Wer eine Immobilie innerhalb der Familie überträgt, zahlt keine Grunderwerbsteuer, unter Umständen aber Schenkungsteuer.

Wann sie fällig wird

Das Finanzamt erlässt den Bescheid nach Eingang der Anzeige des Notars, in der Regel wenige Wochen nach der Beurkundung. Erst nach Zahlung erteilt es die Unbedenklichkeitsbescheinigung — und ohne die trägt das Grundbuchamt den Eigentumswechsel nicht ein. Die Grunderwerbsteuer ist damit der Posten, der zuerst fällig wird, und sie gehört zu den Anschaffungsnebenkosten: nicht sofort absetzbar, sondern über die Abschreibung verteilt.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer?

Zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises, je nach Bundesland. Den Regelsatz von 3,5 Prozent nennt § 11 GrEStG; seit der Föderalismusreform 2006 dürfen die Länder nach Art. 105 Abs. 2a Satz 2 des Grundgesetzes davon abweichen. Am niedrigsten liegt der Satz in Bayern, am höchsten in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein.

Welches Bundesland ist maßgeblich?

Das, in dem das Grundstück liegt — nicht das, in dem Sie wohnen. Die Grunderwerbsteuer steht dem Land zu, in dem sich das Grundstück befindet. Wer von Bayern aus in Nordrhein-Westfalen kauft, zahlt den nordrhein-westfälischen Satz.

Wann wird die Grunderwerbsteuer fällig?

Das Finanzamt erlässt den Bescheid nach Eingang der Anzeige des Notars, in der Regel wenige Wochen nach der Beurkundung. Erst nach Zahlung erteilt es die Unbedenklichkeitsbescheinigung — und ohne die trägt das Grundbuchamt den Eigentumswechsel nicht ein. Die Grunderwerbsteuer ist damit der Posten, der von allen Kaufnebenkosten zuerst zu zahlen ist.

Wer zahlt keine Grunderwerbsteuer?

Steuerfrei bleiben Erwerbe, deren Gegenleistung 2 500 Euro nicht übersteigt (§ 3 Nr. 1 GrEStG) — das ist eine Freigrenze, kein Freibetrag: Ein Euro darüber macht den vollen Betrag steuerpflichtig. Steuerfrei sind außerdem Übertragungen zwischen Ehegatten und in gerader Linie, also von Eltern auf Kinder (§ 3 Nr. 4 und 6 GrEStG). Wer eine Immobilie innerhalb der Familie überträgt, zahlt keine Grunderwerbsteuer — unter Umständen aber Schenkung- oder Erbschaftsteuer.

Lässt sich die Grunderwerbsteuer senken?

Der Satz nicht, die Bemessungsgrundlage unter Umständen schon. Mitgekauftes bewegliches Zubehör — Einbauküche, Markise, Sauna, Gartenhaus — gehört nicht dazu, wenn es im Kaufvertrag gesondert und werthaltig ausgewiesen ist. Beim übernommenen Anteil an der Erhaltungsrücklage einer Eigentümergemeinschaft ist das umstritten und hängt am Einzelfall.