ImmoZahl

08 — Markt

Mietpreis und Richtwert am Ort

Was in Ihrer Gemeinde tatsächlich gezahlt wird — nicht was inseriert wird. Die Werte stammen aus dem Zensus 2022, bei dem alle Wohnungen Deutschlands erfasst wurden. Das ist die einzige flächendeckende, frei verfügbare Quelle zu Bestandsmieten.

Ort und Wohnung

Zum Vergleich. Leer lassen, wenn Sie nur den Richtwert suchen.

Anpassung

%

Die Zensuswerte haben den Stichtag 15.05.2022. Wenn Sie sie fortschreiben möchten, tragen Sie hier die seither eingetretene Steigerung ein. Als Maßstab dient der Verbraucherpreisindex für Nettokaltmieten des Statistischen Bundesamtes. Bei null bleiben die Originalwerte stehen.

Richtwert je Quadratmeter

Wählen Sie oben eine Gemeinde.

Übliche Spanne vor Ort

Mittlere Hälfte aller Mietwohnungen in der Gemeinde.

Monatsmiete für die Fläche
Ihre Miete je m²
Leerstandsquote
Durchschnittswohnung
Wohnfläche vor Ort

Einordnung

Bestandsmieten, keine Angebotsmieten. Der Zensus hat erfasst, was laufende Mietverhältnisse kosten. Was heute neu inseriert wird, liegt in gefragten Städten deutlich darüber. Für eine Neuvermietung ist dieser Wert also eine Untergrenze, für die Einordnung eines bestehenden Mietverhältnisses der passende Maßstab.

Nachbargemeinden im Vergleich

Wofür dieser Wert taugt und wofür nicht

Der Zensus 2022 hat zum Stichtag 15. Mai 2022 sämtliche Wohnungen in Deutschland erfasst, auch die Nettokaltmiete. Daraus ergibt sich für jede Gemeinde ein Durchschnitt und eine Verteilung — flächendeckend, methodisch einheitlich und frei nutzbar. Kein kommerzieller Anbieter deckt den ländlichen Raum in dieser Dichte ab.

Was der Wert nicht ist: eine ortsübliche Vergleichsmiete im Sinne des § 558 BGB. Die bildet sich aus den Mieten vergleichbarer Wohnungen nach Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage, die in den letzten sechs Jahren vereinbart oder geändert wurden. Der Zensuswert mittelt dagegen über alle Wohnungen einer Gemeinde, unabhängig von Zustand und Baujahr, und umfasst auch sehr alte Mietverträge. Für eine Mieterhöhung brauchen Sie eines der gesetzlichen Begründungsmittel: den Mietspiegel Ihrer Gemeinde, eine Mietdatenbank, ein Sachverständigengutachten oder drei Vergleichswohnungen.

Innerhalb einer Gemeinde streuen die Mieten erheblich — deshalb steht neben dem Durchschnitt die Spanne. Sie umfasst die mittlere Hälfte aller Mietwohnungen: Ein Viertel liegt darunter, ein Viertel darüber. Wo die Spanne breit ist, unterscheiden sich Lagen und Baualtersklassen stark; wo sie schmal ist, ist der Markt homogen.

Die Leerstandsquote sagt oft mehr über die Zukunft eines Standorts als die Miethöhe. Unter drei Prozent gilt ein Markt als angespannt, weil eine gewisse Fluktuationsreserve nötig ist. Über acht Prozent liegt strukturelles Überangebot vor — dort ist mit steigenden Mieten kaum zu rechnen, dafür mit längeren Vermietungszeiten.

Weiterrechnen

Was als Nächstes ansteht — und warum.

Häufige Fragen

Wie finde ich den ortsüblichen Mietpreis?

Für eine erste Einordnung dienen die Zensusdaten der Statistischen Ämter, die für jede Gemeinde die durchschnittliche Nettokaltmiete je Quadratmeter ausweisen. Für rechtlich belastbare Zwecke — Mieterhöhung oder Mietpreisbremse — brauchen Sie den Mietspiegel Ihrer Gemeinde, eine Mietdatenbank, ein Gutachten oder drei Vergleichswohnungen.

Warum sind die Zensuswerte niedriger als die Angebote im Internet?

Weil sie Bestandsmieten abbilden, also laufende Mietverhältnisse einschließlich sehr alter Verträge. Angebotsmieten für neu inserierte Wohnungen liegen in gefragten Städten deutlich darüber. Für eine Neuvermietung ist der Zensuswert eher eine Untergrenze.

Was sagt die Leerstandsquote aus?

Sie ist die ehrlichste Kennzahl zur Marktlage. Unter drei Prozent gilt ein Markt als angespannt, weil eine gewisse Fluktuationsreserve immer nötig ist. Über acht Prozent liegt strukturelles Überangebot vor — dort sind längere Vermietungszeiten die Regel.