ImmoZahl

43 — Rechtsform

Privat oder über eine Gesellschaft

Eine vermögensverwaltende GmbH versteuert Mieten mit rund sechzehn statt zweiundvierzig Prozent. Der Haken kommt später: Ausschüttungen kosten erneut Steuer, und die Zehnjahresfrist gibt es dort nicht.

Das Objekt

€

Der im Kaufvertrag vereinbarte Preis, ohne Kaufnebenkosten — die kommen im nächsten Feld dazu.

€

Die Nettokaltmiete für ein ganzes Jahr — ohne Betriebskosten und ohne Heizung. Bei 950 € im Monat sind das 11.400 €.

€

Was Sie als Eigentümerin oder Eigentümer selbst tragen: Verwaltung, Instandhaltung, Mietausfall, Bankgebühren. Betriebskosten gehören nicht dazu — die zahlt die Mietpartei.

€

Nur der Zinsanteil der Rate, nicht die Tilgung. Er steht in der Jahresmitteilung der Bank und ist als Werbungskosten abziehbar; die Tilgung ist es nicht.

€

Der jährliche Abschreibungsbetrag in Euro. Er ergibt sich aus dem Gebäudewert — also dem Kaufpreis ohne Grundstücksanteil — mal dem Abschreibungssatz. Der Rechner /afa ermittelt ihn.

Genauer rechnen Ihre Lage · Kosten der Gesellschaft — bereits vorbelegt

Ihre Lage

%

Der Satz auf den nächsten verdienten Euro, nicht der Durchschnitt über Ihr ganzes Einkommen. Bei mittleren Einkommen liegt er meist zwischen 30 und 42 Prozent. Im Steuerbescheid steht er nicht; für eine Überschlagsrechnung genügt eine grobe Einordnung.

Jahre

Über wie viele Jahre gerechnet wird. Je länger der Zeitraum, desto stärker wirken Zins und Wertentwicklung — und desto unsicherer wird das Ergebnis.

%

Eine Annahme, keine Prognose — niemand kennt sie. Rechnen Sie einmal mit 0 Prozent und einmal mit 2 Prozent durch: Der Unterschied zeigt, wie sehr das Ergebnis an dieser einen Zahl hängt.

Kosten der Gesellschaft

€

Notar, Handelsregister, Beratung.

€

Jahresabschluss, Bilanz, Erklärungen, Offenlegung.

Vorsprung über die Haltedauer

—

Privat
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Über die GmbH
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Laufende Steuer privat
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Laufende Steuer GmbH
—

Beide Wege gegenübergestellt

Wie die Haltedauer entscheidet

Vermögen nach Steuer, einschliesslich Verkauf am Ende. Der Sprung bei zehn Jahren ist die Spekulationsfrist, die es nur privat gibt.

Was gegen die Gesellschaft spricht

    Worauf Sie achten sollten

    • Die GmbH lohnt erst ab einer gewissen Größe Gründung, Buchführung, Jahresabschluss und Beratung kosten jedes Jahr Geld. Unterhalb einer bestimmten Zahl von Objekten frisst das den Steuervorteil auf.
    • Ausschüttungen werden ein zweites Mal besteuert Der niedrige Steuersatz gilt für thesaurierte Gewinne. Wer das Geld privat braucht, rechnet die Kapitalertragsteuer dazu — und landet oft in der Nähe des privaten Falls.
    • Die Spekulationsfrist gibt es dort nicht Veräußerungsgewinne einer Kapitalgesellschaft sind stets steuerpflichtig. Wer auf einen steuerfreien Verkauf nach zehn Jahren setzt, verliert diese Möglichkeit.

    Diese Hinweise gelten allgemein und kennen Ihren Fall nicht. Sie ersetzen keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung; ob und wie sie auf Ihren Vertrag, Ihr Objekt und Ihre steuerliche Lage zutreffen, klären Sie mit der jeweiligen Fachperson.

    Häufige Fragen

    Lohnt sich eine Immobilien-GmbH?

    Laufend ja: Statt bis zu 42 Prozent Einkommensteuer fallen rund 16 Prozent Körperschaftsteuer samt Soli an, und bei ausschliesslicher Grundstücksverwaltung entfällt über die erweiterte Kürzung des § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG auch die Gewerbesteuer. Beim Verkauf kehrt sich das um: Die Zehnjahresfrist des § 23 EStG gilt nur für natürliche Personen.

    Kann ich eine vorhandene Immobilie in eine GmbH einbringen?

    Das löst Grunderwerbsteuer aus und gilt einkommensteuerlich als Veräußerung — innerhalb von zehn Jahren also mit Spekulationssteuer. Die Gestaltung entscheidet man deshalb sinnvollerweise vor dem Kauf, nicht danach.