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Lohnt sich das Objekt, und trägt es sich?

Rendite und Finanzierung

Ob ein Objekt sich trägt, entscheidet sich an drei Zahlen: was es kostet, was es einbringt, was die Bank verlangt. Die Reihenfolge zählt. Wer mit dem Kaufpreis anfängt statt mit der Rate, die dauerhaft tragbar ist, rechnet auf ein Ergebnis hin, das schon feststand.

14 von 59 Rechnern gehören in diesen Bereich.

Der Weg durch die ersten fünf

Nicht alle auf einmal. Diese fünf beantworten die Fragen, die zuerst kommen — in dieser Reihenfolge.

  1. 1 Was kann ich mir leisten
    Erst die tragbare Rate, dann der Kaufpreis — nicht umgekehrt.
  2. 2 Kaufnebenkosten
    Was neben dem Kaufpreis anfällt und aus Eigenkapital kommen muss.
  3. 3 Mietrendite
    Brutto und netto, mit allen laufenden Kosten.
  4. 4 Cashflow
    Was im Monat übrig bleibt oder fehlt — die Zahl des Alltags.
  5. 5 Objektbericht
    Alles zusammen über die Haltedauer, mit drei Belastungsproben.

Der Fehler, der am meisten kostet

Die Kaufnebenkosten vergessen. Sechs bis zwölf Prozent des Kaufpreises, die keine Bank mitfinanziert und die keinen Wert schaffen — sie sind der häufigste Grund, warum eine Finanzierung kurz vor dem Notartermin nicht aufgeht.

Kaufnebenkosten rechnen

Eine Faustregel

Zwei Prozent Anfangstilgung gelten als Untergrenze, wenn das Darlehen bis zum Ruhestand getilgt sein soll. Bei drei Prozent Sollzins und zwei Prozent Tilgung dauert das gut dreißig Jahre.

Alle 14 Rechner in diesem Bereich

Jeder rechnet mit Quellenangabe und zeigt den vollständigen Rechenweg.

Worauf sich das stützt

Keine gesetzlichen Vorgaben — hier rechnet Finanzmathematik. Ausnahme: der effektive Jahreszins, dessen Methode § 16 PAngV vorschreibt.

Jede Zahl auf dieser Seite hat eine Herkunft, die Sie nachprüfen können — sie steht am jeweiligen Rechner und gesammelt auf der Quellenseite.

Wen dieser Bereich am meisten betrifft:

Häufige Fragen

Was ist eine gute Mietrendite?

Für vermietete Bestandswohnungen gelten Nettomietrenditen zwischen 3,5 und 5,5 Prozent als solide. In gefragten Großstadtlagen liegen sie oft unter 3 Prozent, in strukturschwachen Regionen über 6. Ein hoher Wert ist kein Gütesiegel — er spiegelt meist ein höheres Leerstands- oder Instandhaltungsrisiko. Entscheidend ist die Nettorendite: Sie rechnet die Kaufnebenkosten mit und zieht Verwaltung, Instandhaltung und Mietausfallwagnis ab.

Was ist der Unterschied zwischen Rendite und Cashflow?

Die Rendite misst die Verzinsung des eingesetzten Kapitals und ist eine Jahreszahl. Der Cashflow misst, was nach Darlehensrate, laufenden Kosten und Steuer im Monat tatsächlich auf dem Konto bleibt. Beides läuft auseinander, weil die Tilgung im Cashflow abgeht, aber keine Kosten sind — sie ist Vermögensaufbau. Ein Objekt mit gutem Cashflow kann eine mäßige Rendite haben und umgekehrt.

Wie viel Tilgung ist sinnvoll?

Zwei Prozent Anfangstilgung gelten als Untergrenze, wenn das Darlehen bis zum Ruhestand getilgt sein soll; bei niedrigen Zinsen dauert die Rückführung sonst über vierzig Jahre. Jeder zusätzliche Prozentpunkt verkürzt die Laufzeit erheblich und kostet weniger Zins, als er an Rate kostet. Die Gegenrechnung ist die Liquidität: Was in die Tilgung fließt, steht nicht mehr zur Verfügung.