ImmoZahl

01 — Rendite

Mietrendite berechnen

Die Bruttorendite ist schnell gerechnet und sagt wenig. Interessant wird es, wenn Kaufnebenkosten und die Kosten dazukommen, die Sie nicht auf die Mietpartei umlegen dürfen. Genau das macht dieser Rechner.

Das Objekt

Nettokaltmiete ohne Betriebskostenvorauszahlung.

Garage, Keller, Möblierungszuschlag.

Was der Kauf zusätzlich kostet

%

Genau für Ihren Ort berechnen

Was Sie jährlich selbst tragen

Diese Posten dürfen Sie nicht auf die Mietpartei umlegen. Sie mindern die Rendite und werden gern vergessen.

Bei Eigentumswohnungen der nicht umlagefähige Teil des Hausgelds.

Erfahrungswert: 7 bis 15 Euro, je nach Alter und Zustand.

%

Anteil der Jahresmiete für Leerstand und Zahlungsausfall.

Vermieterrechtsschutz, Steuerberatung, Fahrtkosten.

Nettomietrendite

Bruttorendite
Kaufpreisfaktor
Gesamtinvestition
Reinertrag im Jahr
Kaufpreis je m²
Miete je m²

Wo Ihre Rendite steht

Die Schwellen stammen aus der Marktbeobachtung, nicht aus dem Gesetz — sie geben die Größenordnung, in der sich vermietete Bestandswohnungen bewegen.

Von der Jahresmiete zum Reinertrag

Jeder Balken ein Posten. Die Länge zeigt, wie viel er ausmacht — das sieht man einer Tabelle nicht an.

Wohin die Jahresmiete geht

Rechenweg

Welche Formeln dahinterstecken

Bruttomietrendite setzt die Jahreskaltmiete ins Verhältnis zum reinen Kaufpreis. Sie eignet sich zum schnellen Vergleich zweier Angebote, mehr nicht.

Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100

Nettomietrendite rechnet mit dem, was übrig bleibt, und mit dem, was Sie tatsächlich investiert haben — also samt Kaufnebenkosten und Anfangsrenovierung.

(Jahreskaltmiete − nicht umlagefähige Kosten) ÷ Gesamtinvestition × 100

Kaufpreisfaktor, auch Vervielfältiger genannt, sagt, wie viele Jahreskaltmieten der Kaufpreis entspricht. Er ist der Kehrwert der Bruttorendite.

Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete

Nicht enthalten sind Finanzierung und Steuern. Wie sich Zins und Tilgung auswirken, zeigt der Cashflow-Rechner, die Wirkung des Eigenkapitals die Eigenkapitalrendite.

Was die Zahlen bedeuten

Die Bruttomietrendite ist die Kennzahl, die in Exposés steht. Sie ignoriert, dass der Kauf mehr kostet als der Kaufpreis und dass ein Teil der Miete jedes Jahr für Verwaltung, Instandhaltung und Ausfälle draufgeht. Zwischen brutto und netto liegen bei einer normalen Eigentumswohnung schnell anderthalb Prozentpunkte.

Der Kaufpreisfaktor ist dieselbe Information in anderer Form und in der Praxis oft handlicher. Ein Faktor von 25 bedeutet: Der Kaufpreis entspricht 25 Jahreskaltmieten. In gefragten Großstädten liegen die Faktoren seit Jahren zwischen 25 und 35, in strukturschwachen Regionen zwischen 12 und 18. Ein niedriger Faktor ist kein Schnäppchen, sondern zunächst ein Hinweis: Der Markt erwartet dort weniger Wertsteigerung, mehr Leerstand oder höheren Instandhaltungsbedarf.

Die Instandhaltungsrücklage ist der Posten, an dem sich Rechnungen am häufigsten schönen lassen. Wer sie mit null ansetzt, rechnet damit, dass Dach, Fenster und Heizung ewig halten. Für eine Orientierung reicht ein Wert zwischen 7 und 15 Euro je Quadratmeter und Jahr, abhängig von Baujahr und Zustand. Bei Eigentumswohnungen zahlen Sie einen Teil davon ohnehin über das Hausgeld in die gemeinschaftliche Rücklage ein.

Nicht in dieser Rechnung enthalten ist die Wertentwicklung. Sie ist bei vielen Objekten der größere Ertragsanteil, lässt sich aber nicht seriös vorhersagen. Deshalb steht hier nur, was die Immobilie aus der Vermietung selbst erwirtschaftet.

Weiterrechnen

Was als Nächstes ansteht — und warum.

Häufige Fragen

Was ist eine gute Mietrendite?

Für vermietete Bestandswohnungen gelten Nettomietrenditen zwischen 3,5 und 5,5 Prozent als solide. In gefragten Großstadtlagen liegen sie oft unter 3 Prozent, in strukturschwachen Regionen über 6 Prozent. Ein hoher Wert ist kein Gütesiegel: Er spiegelt meist ein höheres Leerstands- oder Instandhaltungsrisiko.

Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettomietrendite?

Die Bruttomietrendite teilt die Jahreskaltmiete durch den reinen Kaufpreis. Die Nettomietrendite rechnet zusätzlich mit den Kaufnebenkosten und zieht die nicht umlagefähigen Kosten ab — Verwaltung, Instandhaltung und Mietausfallwagnis. Zwischen beiden liegen bei einer normalen Eigentumswohnung schnell anderthalb Prozentpunkte.

Was sagt der Kaufpreisfaktor aus?

Der Kaufpreisfaktor, auch Vervielfältiger genannt, gibt an, wie vielen Jahreskaltmieten der Kaufpreis entspricht. Er ist der Kehrwert der Bruttorendite. In Großstädten liegt er seit Jahren zwischen 25 und 35, in ländlichen Regionen zwischen 12 und 18.

Welche Kosten kann ich nicht auf die Mietpartei umlegen?

Verwaltungskosten, Instandhaltung und Instandsetzung, Kosten für Leerstand sowie das Mietausfallwagnis bleiben bei der Vermieterseite. Umlagefähig sind nur die Betriebskosten nach § 2 der Betriebskostenverordnung, und auch die nur, wenn der Mietvertrag es vorsieht.