ImmoZahl

Bundesland

Mieten in Schleswig-Holstein

Gemittelt über 1.089 Gemeinden mit zusammen 2.942.507 Einwohnern liegt die Nettokaltmiete in Schleswig-Holstein bei 8,06 € je Quadratmeter — das ist 2 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt von 7,90 € und Platz 6 von 16, gezählt vom teuersten Land abwärts. Gemittelt wird nach der Zahl der Mietwohnungen je Gemeinde, nicht je Gemeinde gleich: Sonst zählte ein Dorf mit dreihundert Einwohnern so viel wie eine Großstadt.

Nettokaltmiete
8,06 €je m², gewichtetes Mittel
Leerstand
2,7 %der Wohnungen
Eigentümerquote
48,5 %selbst bewohnt
Grunderwerbsteuer
6,5 %seit 01.01.2014

Wie weit Schleswig-Holstein auseinanderfällt

Nicht nur die Städte: Gerechnet über alle 1.089 Gemeinden des Landes, auch die kleinsten.

Teuerste Gemeinde
Wenningstedt-Braderup (Sylt), 1.406 Einwohner
13,93 €
Günstigste Gemeinde
Hillgroven, 54 Einwohner
3,10 €
Abstand
zwischen teuerster und günstigster Gemeinde
Faktor 4,5

Die 6 Städte ab 50 000 Einwohnern

Zu jeder gibt es eine eigene Seite mit Mietspanne, Nachbarstädten und der Einordnung ins Land.

StadtEinwohnerMiete je m²LeerstandEigentümer
Norderstedt82.8449,77 €2,0 %39,8 %
Elmshorn51.3428,43 €1,9 %36,0 %
Kiel252.6688,31 €2,1 %25,1 %
Lübeck216.8898,13 €2,8 %29,6 %
Flensburg96.3267,57 €2,8 %24,9 %
Neumünster79.8096,77 €3,5 %37,3 %

Kaufen in Schleswig-Holstein

Die Grunderwerbsteuer beträgt 6,5 Prozent des Kaufpreises; das Land hat sie zuletzt zum 01.01.2014 festgesetzt. Bei einem Kaufpreis von 300.000 € sind das 19.500 € allein an Grunderwerbsteuer — vor Notar, Grundbuch und Maklerlohn. Der Regelsatz des Bundes liegt nach § 11 Abs. 1 GrEStG bei 3,5 Prozent; abweichen dürfen die Länder seit 2006 nach Art. 105 Abs. 2a Satz 2 GG.

Steuerfrei bleibt ein Erwerb nur, wenn die Gegenleistung 2 500 € nicht übersteigt (§ 3 Nr. 1 GrEStG). Maßgeblich ist der Satz zum Zeitpunkt des notariellen Kaufvertrags, nicht der Übergabe.

Grundsteuer in Schleswig-Holstein: Bundesmodell

Seit dem Kalenderjahr 2025 gilt neues Recht, und es ist nicht überall dasselbe: Schleswig-Holstein rechnet nach dem Bundesmodell — Bundesmodell — der Grundsteuerwert richtet sich nach Bodenrichtwert, statistischer Nettokaltmiete, Baujahr und Grundstücksfläche. Möglich macht das Art. 72 Abs. 3 Satz 1 Nr. 7 GG, der seit der Grundgesetzänderung von 2019 abweichendes Landesrecht zulässt.

Wie hoch die Steuer am Ende ausfällt, entscheidet aber die Gemeinde: Sie setzt den Hebesatz nach § 25 GrStG jährlich in ihrer Hebesatzsatzung fest. Zwischen zwei Nachbargemeinden kann er sich um mehrere hundert Prozentpunkte unterscheiden — er steht in Ihrem Grundsteuerbescheid.

Für Vermietende ist die Grundsteuer nach § 2 Nr. 1 BetrKV umlagefähig und gehört damit in die Betriebskostenabrechnung.

Vermieten in Schleswig-Holstein

Zwei mietrechtliche Grenzen hängen davon ab, ob eine Gemeinde als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt eingestuft ist: die abgesenkte Kappungsgrenze von 15 statt 20 Prozent in drei Jahren (§ 558 Abs. 3 Satz 2 BGB) und die Mietpreisbremse (§ 556d Abs. 2 BGB). Beides bestimmt die Landesregierung von Schleswig-Holstein durch Rechtsverordnung, jeweils befristet und mit einer namentlichen Liste der Gemeinden. Welche das derzeit sind, steht in der geltenden Verordnung — diese Seite führt sie bewusst nicht auf, weil sie sich ändert und eine veraltete Liste teurer wäre als keine.

Kein Mietspiegel. Diese Seite gibt Zahlen des Zensus 2022 wieder — gemessene Bestandsmieten zum Stichtag 15. Mai 2022, fortgeschrieben mit dem Teilindex der Nettokaltmieten. Ein Mietspiegel nach §§ 558c, 558d BGB ist etwas anderes: Er bildet die ortsübliche Vergleichsmiete ab und ist im Mieterhöhungsverfahren als Begründungsmittel zugelassen.

Quelle. Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Zensus 2022, Gebäude- und Wohnungszählung; Gemeindeverzeichnis, Gebietsstand 31. Dezember 2025. Fortschreibung auf September 2026 (Faktor 1,0881), hier hergeleitet. Grunderwerbsteuer nach § 11 GrEStG in Verbindung mit dem Landesrecht, geprüft am 11.08.2026.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Miete in Schleswig-Holstein?

Über alle 1.089 Gemeinden des Landes gemittelt liegt die Nettokaltmiete bei 8,06 € je Quadratmeter. Gewichtet wird nach der Zahl der Mietwohnungen je Gemeinde. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 7,90 €; Schleswig-Holstein liegt damit 2 Prozent darüber und auf Platz 6 von 16. Grundlage ist der Zensus 2022, fortgeschrieben auf September 2026.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Schleswig-Holstein?

6,5 Prozent des Kaufpreises, festgesetzt zum 01.01.2014. Bei 300 000 € Kaufpreis sind das 19.500 €. Der Regelsatz des Bundes liegt nach § 11 Abs. 1 GrEStG bei 3,5 Prozent; abweichen dürfen die Länder seit 2006 nach Art. 105 Abs. 2a Satz 2 GG. Maßgeblich ist der Satz zum Zeitpunkt des notariellen Kaufvertrags.

Wo ist es in Schleswig-Holstein am teuersten und wo am günstigsten?

Die teuerste Gemeinde ist Wenningstedt-Braderup (Sylt) mit 13,93 € je Quadratmeter, die günstigste Hillgroven mit 3,10 €. Zwischen beiden liegt der Faktor 4,5 — innerhalb eines einzigen Bundeslandes.